Roadtrip nach Norwegen – Part 1/X

Urlaub, der letzte war schon viel zu lange her…

Ich hatte mehrere Ideen, etwas zu machen – England, da als Primärziel die Eastbourne Airshow – eine Flugshow an den Beachy Head Cliffs.
Und dann dort Campen, evtl. mit dem eigenen Auto? mit Zelt? oder doch einem Mietwagen? oder sogar einem Camper?

Gute Ideen – aber irgendwie…nee…Mietwagen war teuer + Flug, eigenes Auto + Zelt…hm…da fehlt mir dann doch vielleicht sowas wie Kühlschrank + WC

Camper? ja..gute Idee – aber dann müsste ich von hier aufbrechen, mit dem Equipment und Zeugs wäre n Koffer komplett voll sonst und Flug kost auch noch was.
Aber dann mit dem Camper auf der falschen Seite fahren? ne lass mal…

Dann war da irgendwie noch die Idee nach Norwegen zu fahren, gen Norden war ich lange nicht mehr unterwegs.

3 Tage vorm ersten Urlaubstag – joa, Norwegen hört sich gut an. Die Wahl des Campers war dann einfach, etwas kleines mit Komfort. VW Bus oder ähnlich.

Die Auswahl an Vermietern ist groß – aber irgendwie gefiel mir das Prinzip von Roadsurfer am besten – freie Kilometer, bestimmte Fahrzeuge, einfache Suche + Buchungsmöglichkeiten – und viele gute Bewertungen.

Noch ein paar Tage bis zum Urlaubsanfang, so langsam sollte ich den Camper mal buchen – aber Donnerstagsabend um 23 Uhr war mir das irgendwie zu spät.

Nächster morgen: „Huch – hab ich das Datum falsch eingegeben? Das sind ein paar hundert Euro weniger als gestern Abend??“
Last-Minute Tarfif aktiviert vermute ich – 1 Nacht mehr und mehr als 200 Euro weniger – joa, da war die Entscheidung simpel, Camper gebucht und damit festgelegt.

made with Sora

Soweit, so gut – ich hatte mir ein paar Orte rausgesucht und eine grobe Route geplant – Sehenswürdigkeiten, bekannte Orte sowas in der Art.

Und und ein paar Campingplätze auf denen man stehen kann – gefunden über Park4Night. Der Plan sah vor, mit der Fähre von Hirthals nach Kristiansand, dann die Westküste hochzufahren und etwa bis Trondheim zu kommen. Und der Rückweg irgendwie Richtung Oslo und dann mit der Fähre von Göteborg nach Frederikshavn zurück.

Nun, leider ging es nicht ganz so los wie geplant. Am Abholtag um 8:30 erhielt ich eine E-Mail, das mein gewünschter und gebuchter Camper, ein Ford Nugget „Camper Cabin“ nicht verfügbar war, weil der Vormieter diesen mit einem massiven Schaden eingeliefert hat. Ich würde stattdessen ein „Beach Hostel“ bekommen. Das ist ein Downgrade hoch 10 – keine richtige Küche, kein echter Kühlschrank und komplett anderes alles…

Aber: ein Telefonat mit dem Support später und ich konnte doch einen Camper Cabin bekommen, nur leider nicht in Hamburg sondern Lübeck…naja…

Meine Eltern waren so freundlich, mich hinzufahren, wir haben noch auf dem Weg einen Stop in Hamburg bei Calumet gemacht und da wir gut in der Zeit waren auch noch bei Ikea, bevor es dann nach Kasdorf bei Lübeck zu Roadsurfer ging.

Alles noch leicht im Bau an dem Standort, aber der Ford Nugget „Camper Cabin“ stand da – fast nagelneu, neustes Modell, alle Features – whoaaa.

Da hat es sich auf jeden fall gelohnt, den weiten Weg zu fahren. Ein paar Einweisungen, etwas Trial+Error und im Grunde konnte es losgehen – Erste Station: Flensburg.
Hier habe ich dann (viel zu viel) noch Sachen eingepackt, etwas eingekauft und es ging weiter – nächste Station: Hirthals. Um 23 Uhr kam ich endlich an, noch ein wenig probieren, wie es mit dem Auto alles geht, Dach hochklappen und schlafen legen.

Doch die Nacht war kurz, erste Nacht im Camper schlafen, alles ungewohnt, länger als 5:30 wurd es kaum – ich hatte überlegt, noch eine Nacht länger in Hirthals zu bleiben, weil ich auch noch keine Fähre gebucht hatte – doch irgendwie wollte ich weiter. Also geguckt, welche Fähren fahren, wie viel diese Kosten. Colorline oder Fjordline fahren ab Hirthals nach Kristiansand. Fjordlline hatte eine um 9:30, welche noch möglich war, also kurzfristig gebucht, sachen gepackt und auf zur Fähre.

Die Fährfahrt war sehr schön – bestes Wetter, kein Seegang – einfach nur pure Sonne – und sogar Free-Wifi – die meisten lagen später auf dem Helideck und genossen es – ich auch, lag auf einer Bank – hab mir nen schönen Sonnenbrand am Bein abgeholt :/

In den nächsten Tagen mache ich einen weiteren Blogbeitrag – oder füge hier noch mehr dazu, genug Bilder habe ich ja gemacht 🙂